Traditionelle Tracht

Im Elz- und Simonswäldertal spielt das Brauchtum noch eine große Rolle. Viele Trachtenvereine tragen die traditionellen Trachten zu öffentlichen Festen und Aufführungen.

Besonders bekannt in der Region ist der sogenannte Schnapphut, von Ostern bis März tragend, in weiß gehalten. Bei besonders großen Festen wurde der schwarze Schnappgut getragen.

Junge Mädchen dagegen hatten meistens keinen Hut, sondern trugen einen geflochtenen Bauernzopf, ein am Rock befestigtes und kunstvoll besticktes Mieder und unterschiedliche Knopfspiele. Weiße Strümpfe und schwarze, geschlossene Schuhe gehören dazu. Die Jungen zeigten sich meistens in einem weißen Hemd, handgestickten Hosenträgern, schwarzen Kniebundhosen, weißen Kniestrümpfen und schwarzen, geschlossenen Schuhen. Sonntags zogen viele Mädchen die einfache Sonntagstracht an, die aus einfachem, bunten Stoff, bunten Schürzen, handgestickten Spitzenkragen und Puffärmeln bestand.

Unter der Woche trug man die Arbeitstracht, die sehr einfach gehalten war. Bäuerinnen hatten meistens ein Kleid aus Baumwollstoff, eine robuste Schürze, eine weiße Bluse und ein weißes Kopftuch an. Männer sah man in blau karierten Baumwollhemden, einfachen dunklen Hosen und Stoffmützen.

Wohlhabende Bäuerinnen trugen früher bei Taufen, Hochzeiten oder der Kommunion Zylinder, Halsmantel und ein Seidentuch. Die Bauern waren in schwarzer Tuchhose, weißem Leinenhemd, einfachen Hosenträgern und Hut mit Krempe zu sehen.

Die Tracht der Brautpaare war besonders hochwertig gearbeitet. Die Braut trug einen handgearbeiteten Schäppel, zu dem Strauß, Pflaser und Schobeschoner gehörten. Die Krone des Schäppels wurde mit Bändern mit den Haaren verknüpft. Dazu wurde  ein schwarzes Mieder  getragen, einen dunkelgrünen Rock aus Wollatlas und eine buntgemusterte Schürze. Der Bräutigam Hochzeiter hatte einen schwarzen Hut, weißes Hemd, blaue Kniestrümpfe und einen braunroten Samtrock an.

Quelle: Trachtenverein Bleibach

Veranstaltungen

zum Thema Tradition & Brauchtum