Die "Ziege-To-Go" Wanderung macht gute Laune und bringt selbst Wandermuffel auf Trab

Tierisch gut - Wandern mit Ziege-To-Go

„Komme, Komme, Komme“ schallt es über den Hof. Voller Anmut trippeln Amarillo, Kastor, Pollux, Krabat, Marzipan und Munan aus dem Stall. Mit ihren grazilen Beinen, den stolz erhobenen Köpfen, der ausgeprägten Ramsnase und den lustigen Schlappohren sehen sie überhaupt nicht nach Ziege aus. Die Anglo-Nubier-Ziegen sind besonders warmherzig und anhänglich, was sie zu idealen Wandergenossen macht.

Mit einem Mal sind wir umringt von der quicklebendigen Ziegenrasselbande, die uns mit ihren aufmerksamen, sanften braunen Augen neugierig betrachten. Gemeinsam mit Andrea und Leonie Kurz, den beiden Ziegen-Chefinnen, denen die sportlichen Jungs aufs Wort gehorchen, ziehen wir los in den Wald. Sofort ist klar, wer der Boss ist: Amarillo hat es faustdick hinter den Ohren. Der Herdenboss verpasst dem sensiblen Krabat einen Schubs von hinten. Dieser schmiegt sich schutzsuchend an die Seite von Karin. Sie ist die Auserwählte, und das hat seinen Grund: Mit ihren langen schwarzen Haaren und den schwarzen Turnschuhen, hebt sie sich ebenso ab wie Krabat, der als einziger in der Herde ein samtschwarzes Fell besitzt. Krabat ist happy, einen Seelenverwandten dabei zu haben und weicht ihr nicht mehr von der Seite.

 

Kastor und Pollux sind Zwillinge wie sie unterschiedlicher nicht sein können. Ob Mensch oder Ziege, Kastor sorgt sich stets darum, dass alle schön beieinander bleiben. Pollux ist das schnuppe.Er turnt am liebsten auf Baumstämmen herum und freut sich, als wir es ihm nachmachen. Seine gute Kinderstube hat er bei dem Trubel wohl vergessen: Mit einem Mal rülpst er in hohem Bogen einen Brocken Gras von sich, während er hinten seine Knöddel fallen lässt. Wir kichern und gackern. Mit den flotten Jungs macht das Wandern über Stock und Stein einen aberwitzigen Spaß. Inzwischen ist der bisher höflich zurückhaltende, gescheckte Munan aufgetaut, trabt munter zwischen uns hin und her und holt sich von allen Seiten Streicheleinheiten. Und Nesthäkchen Marzipan mogelt sich geschickt zwischen den anderen durch, um sich die zartesten Blätter zu klauben.

 

Die Ziegenbande hält uns tierisch auf Trab, gleichzeitig entspannen uns ihre sanften Wesen auf ihre ganz eigene Weise. Und wir können wunderbare Aussichten auf die bewaldeten Bergrücken und sonnigen Täler genießen, ohne dass wir ständig nach den Ziegen schauen müssen. Das macht das Wandern mit ihnen so unglaublich relaxt. Falls sie sich – wie eben – von der saftigen Kräuterwiese nicht losreisen können, horchen sie doch spätestens auf den Singsang „Komme, Komme, Komme“ von Andrea und Leonie. Naja, manchmal müssen die beiden sie doch öfters rufen. Sind halt doch Strolche, die es faustdick hinter den Ohren haben. Doch wenn sie dann angesaust kommen, ist es einfach zu köstlich, zuzusehen, wie ihre Schlabberohren von oben nach unten segeln, als wären es kleine Propeller.

Die Zeit vergeht wie im Flug. Vieles haben wir unterwegs gelernt von den Ziegen. Einfach sein, den Augenblick genießen, Spaß haben viel Lachen. Entspannter kann eine Auszeit im ZweiTälerLand nicht sein, finden wir. Und das ganz ohne zu meckern.

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ZIEGE-TO-GO

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