Ehrenamtliche Wegewarte betreuen über 800 Kilometer Wanderwege im ZweiTälerLand

Die Wegbereiter

Was wäre das Zweitälerland ohne seine Wegewarte des Schwarzwaldvereins, die sich  mit Herzblut und Leidenschaft für ihre Heimat engagieren? In unzähligen, ehrenamtlichen Arbeitsstunden pflegen und beschildern sie Wanderwege und sorgen dafür, dass unsere Wandergäste stets dem richtigen Weg folgen und sicher an ihr Ziel gelangen.

Die Wegewarte und Wegebetreuer der sieben Schwarzwaldvereine vor Ort sowie die Biederbacher Wanderfreunde betreuen im ZweiTälerLand ein Wanderwegenetz, das dem der Autobahnstrecke Basel – Hamburg entspricht.

„Ein Weg ist nichts Statisches, die Natur verändert sich ständig“, erklärt Lorenz Wiehl. Im Schwarzwaldverein ist Wiehl als Bezirkswegewart für den Bezirk Elztal Nördlicher Breisgau sowie als Vorsitzender des Schwarzwaldvereins Gütenbach tätig.

Eingewachsene Schilder austauschen, Wegweiser putzen, verdeckte Markierungen frei schneiden und Brombeersträucher, die sich zu gemeinen Stolperfallen entwickeln, von den Pfaden beseitigen, sind nur einige der Arbeiten, die er heute zusammen mit Wegewart Peter Bammert vornimmt. Im Zweitälerland kümmern sich zehn Wegewarte mit ihrem Helferteam aus insgesamt über 60 Personen um die Pflege der Wanderwege. Umfangreiche Arbeiten wie das Mähen von Wald- und Wiesenwegen führen die Schwarzwaldvereine in Kooperation mit den Gemeinden und deren Bauhöfen aus.

Jede Maßnahme wird dokumentiert und an die Hauptgeschäftsstelle des Schwarzwaldvereins gemeldet. „Für unseren Job braucht es Leidenschaft“, sagt Lorenz Wiehl. Ebenso Ausdauer und Erfahrung. Bis ein Wegewart sein Gebiet genau kennt, dauert es in der Regel drei bis vier Jahre. Ein Wegewart wird daher immer für die Dauer von drei Jahren gewählt.

„Wir machen das gerne, unsere Gäste sollen sich auf unseren Wanderwegen sicher fühlen“, betont Wiehl. Dank der ausgeklügelten Beschilderung des Schwarzwaldvereins ist ein Verlaufen praktisch unmöglich. Jedes Wegzeichen ist auf Sicht angebracht, der Abstand zwischen den Markierungen darf maximal 500 Meter betragen.

Wegweiser helfen im Notfall

Im Ernstfall können die Wegweiser sogar bei der Rettung helfen: Der Schwarzwaldverein hat sämtliche Wegweiser mit Standortsbezeichnung digital erfasst und mit geografischen Daten versehen. Diese Informationen wurden den Rettungsleitstellen zur Verfügung gestellt. Wer sich die Standortsbezeichnung des jeweils letzten Wegweisers merkt und diesen bei einem Notruf mitteilt, kann selbst im unwegsamen Gelände schneller gefunden werden. Die Rettungsleitstelle alarmiert die Bergwacht, die sofort ausrückt und anhand der Koordinaten schnell zur Stelle ist. Falls der Name des Standorts nicht bekannt ist: Wegweiser befinden sich jeweils an der nächsten Weggabelung. Mit dieser vorbildlichen Markierung leisten die ehrenamtlichen Mitarbeiter von Schwarzwaldverein und Bergwacht einen wichtigen Beitrag zur Sicherheit und Wohlbefinden unserer Gäste in der Qualitätsregion ZweiTälerLand.