Spannende Einblicke in die Welt des Modellbaus

Faszinierende Erlebniswelt im Miniaturformat

Schwarzwaldhöfe, grasende Kühe, Bauern die Felder bestellen, Blumen, Bäche, Bäume, Traktoren, Viadukte, Bahnhöfe und Dörfer. Die Miniaturlandschaften durch die elektrische Modelleisenbahnen fahren, faszinieren und lassen staunen. Warum lösen Modellanlagen, die wie aus dem echten Leben gegriffen aussehen, solche Emotionen beim Betrachter aus?

Wenn Andreas Reinbold einen Baum pflanzt, stanzt er ein Loch in den Gips, tupft einen Tropfen Kleber darauf und presst den Baum auf die Grundfläche. Gras ist komplizierter, das muss erst aufgeladen werden. Auf die braun bemalte Grundfläche kommt Leim, dann schüttet er winzige Fasern in unterschiedlichen Grüntönen in das Elektrostatgerät, das wie ein Puderzuckerstreuer aussieht und verteilt die Fäden auf den Leim. Dort bleiben sie senkrecht stehen. In nur wenigen Minuten hat Andreas Reinbold vor den staunenden Blicken seiner Zuschauer eine Wiese erschaffen, die verblüffend realistisch wirkt.

 

Ein frühes Leitmotiv der 1946 gegründeten Firma, „Nichts hebt das Aussehen eines Zuges mehr als eine naturgetreu nachgebildete Landschaft, in die es gebettet ist“, ist eines der Erfolgsgeheimnisse, mit denen sich die Firma Faller weltweit einen Namen gemacht hat.

Beim Gang durch die Ausstellung sieht der Besucher auf den ersten Blick, was damit gemeint ist. Die Modelle der Häuser und die ausgestalteten Landschaften durch die sich die Züge bewegen, sind liebevoll inszenierte Erlebniswelten und das Herzstück einer jeden Modelleisenbahnanlage.

 

Die Schauwerkstatt ist der kreative Schaffensraum von Andreas Reinbold. Momentan arbeitet er an seiner bislang größten Anlage, acht Meter lang und 1.60 Meter breit: Eine Nachbildung des Triberger Bahnhofs. Gebäude, Gleisanlagen, Felswände, Wälder, alles wirkt stimmig und perfekt in Szene gesetzt.

Die Landschaften sind anspruchsvoll gestaltete Kunstwerke. Bäume, Häuser, Autos, Menschen fügen sich zu einem harmonischen Gesamtbild. „Der Blick des Betrachters soll bewusst gelenkt werden“, erklärt der Modellbauer.

Nach Lösungen suchen, die Landschaft so lebendig wie möglich zu gestalten, das macht den Reiz seiner Arbeit aus, erzählt Andreas Reinbold. Ein Wald nur aus Tannen? Das wäre langweilig. Reinbold gestaltet einen Mischwald aus Laubbäumen und Tannen mit verschiedenen Grüntönen, mit Büschen, Pilzen und Tieren. Damit die Bäume echt wirken, verleiht er den Stämmen mit Leim und Sägemehl eine Struktur. Der Gutach, die durch Triberg rauscht, hat Reinbold einen Graben gespachtelt und den Boden mit Steinen, Moos und Sand gestaltet. Darauf modelliert er Stromschnellen und bemalt die Spitzen mit weißer Farbe – fertig ist die Gischt. Wer dem Modellbauer über die Schulter schaut, versteht, um was es beim Modellbau tatsächlich geht: dem Erschaffen von Welten. Und dazu braucht es Kreativität, handwerkliches Geschick und technisches Verständnis. Ein Traumjob für Andreas Reinbold, der als Kind übrigens nie mit Eisenbahnen gespielt hat.

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