So gut schmeckt Bauernbrot aus dem Holzofen

Krosse Kruste - saftige Krume

Für die Bauernhöfe im ZweiTälerLand war Brot früher das wichtigste Grundnahrungsmittel. Das Getreide wurde selbst angebaut, vermahlen, zu Teig verarbeitet und gebacken. Noch heute wird nach dieser jahrhundertealten Tradition im Holzofen gebacken. Wer einmal von einem frisch gebackenen Bauernbrot gekostet hat, wird den Geschmack nie vergessen: Brot, das nach Heimat schmeckt.

Das Brotbacken habe ich als junges Mädchen von meiner Mutter gelernt“, erzählt Elisabeth Disch. „Damals gab es noch das Backhüsli neben dem Hof.“ Bis vor zehn Jahren wurde auf dem Bernhardenhof eigenes Getreide angebaut. Heute stammt das Mehl aus der Elzacher Stadtmühle.  Donnerstagabends richtet sie den Vorteig mit Wasser, Salz und Hefe. Hinzu kommen Sonnenblumen, - Sesam, - und Kürbiskerne, damit wird der Teig schön saftig und das Brot erhält einen nussigen Geschmack.

 

Freitag um 6.30 Uhr früh wir der Ofen angeheizt. „Feuern ist eine Kunst für sich“, erklärt die Bernhardenbäuerin. In den Ofen kommt nur Tannenholz, „das gibt dem Brot den gewissen Geschmack.“ Weil ein guter Teig viel Zeit benötigt, ruht die Teigmasse noch einmal für zwei Stunden, bis der Ofen gegen 9 Uhr auf 220 Grad aufgeheizt ist. Die Laiber knetet und formt sie von Hand. So entstehen etwa 15 Brotlaiber, jedes davon ein Einzelstück, das jetzt in den Ofen eingeschossen wird, wie es in der Fachsprache heißt. „Die genaue Backzeit variiert je nach Hitze, da muss man ein Gefühl für entwickeln“, weiß Elisabeth Disch. Viele mögen das Bauernbrot „rösch“, mit einer richtig dunklen Kruste. Während die fertigen Brote auf einem Holzbrett auskühlen, füllt ein herrlicher Duft die Backstube. „Am besten schmeckt es frisch mit Butter und Honig“, verrät die Bäuerin des Bernhardenhofs.

 

Am Fuße des Rohrhardsbergs liegt der Schneiderhof. Bis 2003 wurde auch hier Getreide angebaut, früher wurden die Felder in den steilen Lagen mit Pferden bewirtschaftet. „Den Ofen feuern, das war immer Männersache, die Frauen kümmerten sich um den Teig“, erzählt Hubertus Disch. Diese Arbeitsteilung gilt bei den Dischs noch heute.

 

Im Schneiderhof ist am Samstag Backtag. Zum Heizen wird Buchenholz verwendet. Hubertus Disch bäckt seit 50 Jahren und er kennt die Tücken seines Holzofens. „Drei oder vier Schittle Holz zuviel und es ist zu heiß.“

 

Die Dischs verwenden für ihr Brot eine Teigmischung aus 70 % Weizen und 30% Roggen. Der große Holzofen fasst 20 Brote auf zwei Etagen. Auf der oberen bleibt die Kruste etwas heller, unten ist sie dunkler. „Am besten schmeckt’s als Hunig-Strichi, das ist besser als ein Stück Kuchen“, lacht Hubertus Disch.

 

Schlemmer-Tipp:

Probiere doch die "Hunig-Strichi" bei einer Einkehr in der Vesperstube. So nennen wir unser herrlich knusprig-frisches Bauernbot mit feinem Bienenhonig-Aufstrich

 
 

Der Yacher Brotweg

Die aussichtsreiche Wanderung führt von Yach zu den Bauernhöfen, die ihr Brot frisch ab Hof verkaufen. Der 11 Kilometer lange und 510 Höhenmeter umfassende Wanderweg informiert über die Geschichte des Brotbackens auf den abgelegenen Schwarzwaldhöfen. Alternativ kann auf der kurzen, 4 Kilometer langen Strecke gewandert werden.

 
 

Alle Höfe im Überblick

Backtage und Öffnungszeiten bitte vorab bei den Höfen erfragen.

Bernhardenhof: 07682/7423

Schneiderbauernhof: 07682/8724

Hofbauernhof: 07682/7580

Unterfischerhof: 07682/8420

Tränklehof: 07682/924502

Vogtjosefhof: 07682/8558

Schätzlehof: 07682/909057

   

Einkehrmöglichkeiten in Yach

Vesperstube Schneiderhof: 07682/8724

Landgasthaus zum Adler: 07682/8594

Gasthaus Sonne: 07682/247

In diesem Artikel erwähnt

Tour Kategorie 

Brotweg Elzach-Yach

Mittelschwere Tour mit herrlichen Aus...

  • Schwierigkeit
    mittel
  • Strecke
    11 km
  • Dauer
    4 h
  • Aufstieg
    477 m
  • Abstieg
    477 m
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