Interview mit Roland Mack, Gründer des Europa-Parks und Gesellschafter von Mack Rides

Die Adrenalin-Achterbahnen aus dem ZTL

Den Europa-Park kennt jeder. Weniger bekannt ist die Geschichte des Familienunternehmens, das 1870 aus einer einfachen Wagnerwerkstatt in Waldkirch hervorging und den Grundstein für den erfolgreichsten Vergnügungspark in Europa legte. Mack Rides GmbH & Co.KG ist heute einer der erfolgreichsten Achterbahnbauer weltweit.

Herr Mack, wie viele Loopings sind Sie in dieser Woche gefahren?

Da zähle ich schon gar nicht mehr mit. Normalerweise fahre ich fast täglich. Zum einen weil es mir immer noch großen Spaß macht, zum anderen auch als Qualitätskontrolle.

 

Seit 237 Jahren befindet sich der Firmenstandort in Waldkirch. Welche Bedeutung hat die Region für die Firma?

Nachdem sich in Waldkirch ab 1799 viele Orgelbauer niederließen, war MACK einer der ersten Zulieferer für den Transport dieser großen Musikinstrumente. Diese langjährige Partnerschaft war dann auch der erste Einstieg in die Welt der Schausteller und Attraktionen. Daher hat die Region eine ganz besondere Bedeutung für unser Unternehmen und MackRides ist heute aus Waldkirch nicht mehr weg zu denken. 

 

Ihre Achterbahnen werden bis nach China, in den Vereinigten Arabischen Emiraten, USA, Kanada und Australien geliefert. Welche Rolle spielt das für Ihre Kunden, dass die Bahnen – größtenteils in Handarbeit – im Schwarzwald hergestellt werden?

Die Kunden kennen uns als familiengeführtes Unternehmen, dass stolz auf 237 Jahre Geschichte zurückzublicken kann, in denen wir es geschafft haben, heute als einer der Marktführer im Bereich Entwicklung und Konstruktion von Fahrgeschäften zu gelten. Unser Standort steht dabei natürlich auch für Qualität „Made in Germany“. Besonders unsere Kunden aus den USA sind begeistert von unserer langen Tradition und der Bodenständigkeit. Wenn sie uns in Waldkirch besuchen, zeigen wir Ihnen meist auch das Wohnhaus meiner Eltern, dort steht noch alles, wie sie es hinterlassen haben.

 

Sind Sie noch oft in Ihrer Heimat, im ZweiTälerLand? Wo verbringen Sie am liebsten Ihre persönliche Auszeit?

Die meiste Zeit bin ich in Rust, hier habe ich meinen Lebensmittelpunkt. Aber ich freue mich immer, in meine Heimat zurück zu kommen.

Meine Auszeit verbringe ich am liebsten in Simonswald. Dort haben wir einen alten Bauernhof. Das ist mein Rückzugsort. Das Haus haben wir als Ruine gekauft, renoviert und neu aufgebaut. Hier komme ich zur Ruhe und auf andere Gedanken.  

 

Herzlichen Dank für das Gespräch Herr Mack.