
Josef Burger alias der Waldhisle-Sepp ist einer von sechs Wanderführern und kennt in der weit auseinander liegenden Streusiedlung von Biederbach jeden Weg und Steg. Nicht nur zu jedem Kreuz am Wegrand, wie dem Schwedenkreuz oder zu den 21 Tafeln des Historikwegs weiß er noch eine hintergründige Anekdote zu erzählen. Er war zwar auf der „höheren“ Schule in Biederbach (da der Schulweg zumal im Winter zu weit war, gab es auch eine zweite Schule unten im Tal), aber all sein Wissen über Biederbach hat er sich selbst erarbeitet.
Lassen Sie sich erzählen vom Schellenmarkt auf der Biereck, dem Treffpunkt der Hirtenbuben oder der „Wälderheiet“, als man den Sepp mit 13 Jahren zum Heuen auf die Schwarzwaldhöhen verdingte. Mit ihm werden Biederbacher Originale, wie der Spaniol-Karle oder die Speck-Paula wieder zum Leben erweckt.
‚In Biederbach gits en Hufe Wirtschafte‘ meint der Sepp verschmitzt und wenn er gut gelaunt ist, was er eigentlich immer ist, gibt’s bei einer Führung einen Einkehrschwung in eines der weit über zehn Gasthäuser und bei der regelmäßigen ‚Burehofwanderung‘ ein richtiges Bauernvesper. Der Sepp kümmert sich in der immer knappen Rentnerfreizeit um seine braunen Kamerunschafe und sitzt dann oft so da, wie der Hirte im Biederbacher Wappen, blickt in die weite Landschaft und singt das Biederbacher Hirtenlied! Genießen auch Sie den Ausblick von einer der 95 Bänke um Biederbach, die der Sepp mit seinen Wanderfreunden in Schuss hält!