Der Schwarzwälder Hüttenwinkel lockt mit urigen Hütten und zünftigem Vesper

Steige, Pfade, Winkel

Winkel sind verborgene, abgelegene Orte, irgendwo, tief im Wald. Im weitläufigen Elz- und Simonswäldertal gibt es viele solcher Winkel. Romantisch gelegene Plätze, an denen sich urige Hütten befinden. Die urwüchsigen Pfade der Schwarzwälder Hüttenwinkel-Touren führen zu ihnen. 

Sechs Touren stehen zur Wahl und jede davon klingt vielversprechend. „Talsicht und Kräuterkraft“ auf der Schwangeneck-Tour oder „Wiesendüfte und Fischvergnügen“ auf der Goldener Kopf-Wanderung? Die Wildbach-Tour führt tief hinein in die mystische Teichschlucht. Oder lieber hoch hinaus auf der Hünersedel-Tour mit tollen Panoramablicken?

Wir wählen die Goldener-Kopf-Tour, mit 11 Kilometern Strecke und rund drei Stunden Gehzeit scheint sie uns die ideale Tour für den sonnigen und heißen Sommernachmittag. Wir starten am Bahnhof in Elzach und erfreuen uns nach wenigen Höhenmetern an schönen Ausblicken auf Tal und Stadt. Bald umfängt uns das schattige Grün des Waldes. Licht flirrt durch das Blätterdach. Spinnweben glitzern im Sonnenlicht und kitzeln wie feine Fäden auf der Haut. Das Waldgrün und Blätterrauschen übt eine meditative Ausstrahlung auf uns aus. Mit jedem Schritt fällt der Alltagstrott von uns ab, wir öffnen uns mit jedem Atemzug dieser prächtigen Natur. Was für ein Glück, durch eine solch beseelte Landschaft zu wandern. Der Weg führt hinab nach Reichenbach, das weite Tal öffnet sich mit bunten Wiesen. In der Elz kühlen wir unsere heißgelaufenen Füße, dann geht es wieder bergauf.

Oben auf dem Ankenbühl entdecken wir bei der kleinen Pfaffenkapelle eine Himmelsliege. Sie kommt wie gerufen, denn die Aussicht ist tatsächlich himmlisch. Während wir die Beine von uns strecken und rundherum auf Tannenwälder und sanfte Bergrücken, goldene Weizenfelder und grüne Weiden blicken, fühlen wir uns tiefenentspannt wie schon lange nicht mehr.

Nur ein sachtes Grummeln in der Magengegend vermag uns von der Himmelsliege wegzulocken. Flugs sind wir auf den Beinen und spazieren munter zur Fischerhütte, voller Vorfreude auf die knusprigen Forellen, die wir auf der gemütlichen Hütte in der Pfanne gebraten serviert bekommen. Frischer bekommt man selten eine Forelle auf den Tisch. Direkt aus der eigenen Zucht, der Fischweiher liegt gleich nebenan.

Über den Goldenen Kopf mit seinem markanten Kreuz steigen wir hinab, ins „Städli“, nach Elzach, Magen und Kopf gleichermaßen gesättigt vom leckeren Essen und den vielen Eindrücken und Aussichten. 

In diesem Artikel erwähnt

Tour Kategorie 

Goldener Kopf-Tour, Elzach

Abwechslungsreiche Wanderung mit weni...

  • Schwierigkeit
    mittel
  • Strecke
    11 km
  • Dauer
    3 h
  • Aufstieg
    416 m
  • Abstieg
    416 m
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