Stöbern, Staunen, Schauen: In Manfred Mössners Spielwarenladen schlagen nicht nur die Herzen von Eisenbahnfans höher

Der Schatz im Eisenbahnwaggon

Wer nach Gutach fährt, reibt sich verwundert die Augen: Dort steht ein alter Eisenbahnwaggon am Straßenrand. Ein Bahnhof ist jedoch weit und breit nicht zu sehen. Doch der grüne Waggon steht nicht etwa auf einem Abstellgleis: Er ist Teil von Spielwaren Mössner, dem kuriosesten Laden im ZweiTälerLand. 

Manfred Mössners Eisenbahnwaggon ist legendär. Der grüne Wagen, ein Umbauwaggon aus dem Jahr 1900, der 1958 in Offenburg modernisiert wurde, ist das Schmuckstück seines kleinen Ladengeschäftes. Es ist Tüftlerwerkstätte, Krämerladen, Ausstellungsraum und Friseurgeschäft in einem. Mössner ist gelernter Frisör und Feinmechaniker. In seinem Laden vereint er seine beiden Leidenschaften.

Wer den Laden betritt, findet sich in einer anderen Zeit wieder. In Schaukästen, Holz- und Glasvitrinen befinden sich Modelleisenbahnen aller Marken und Größen. Viele davon sind wertvolle Unikate und Einzelserien.

Durch den Laden gelangt man direkt in den Waggon. Modelle u.a. von Märklin und Faller, Ersatzteile und Zubehör stapeln sich bis unter das Dach. Vom kompletten Bahnhof bis zum kleinsten Einzelstück ist alles zu haben. Faszinierend anzusehen sind die Miniaturautomobile der Firma Wiking. Zu jeder Lok, zu jedem Waggon hat Manfred Mössner eine Geschichte parat. Fans und Sammler von Modelleisenbahnen finden hier selbst Modelle, die anderswo längst ausverkauft sind. Wem Ersatzteile fehlen oder wer eine Lok repariert haben möchte, ist bei Manfred Mössner an der richtigen Adresse.

Anschauen, Anfassen, Fachsimpeln. In Manfred Mössners Laden erlebt der Besucher pure Nostalgie und fühlt sich zurückversetzt in seine Kindheit. Alleine das ist ein Besuch wert.